Neue Sachnummer: einfach machen!

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Jahrzehntealte Mühlsteine

Antike Sachnummern sind in vielen Unternehmen verbreitet. Genauso ist es mit der Furcht, diese bröckelnden Denkmäler der Vor-EDV-Zeit abzuschaffen. Aus der Erfahrung vieler Ablösungsprojekte haben wir - und nicht nur wir – verschiedene Erkenntnisse gewonnen.

Erstens: Weithin anerkannt als zukunftssichere Sachnummer ist der Parallelschlüssel mit voneinander unabhängigen Teilen: ein sprechender für die Klassifizierung und ein zählender für die Identifizierung. Problematisch ist immer der sprechende Anteil, die Klassifizierung. Sie wirkt meistens wie ein Projekt-Bremsklotz.

Zweitens: Die Klassifizierung als Hilfsmittel zum Suchen und Finden schlägt nur selten Wurzeln bei den Anwendern (Konstruktion und Einkauf). Und das, obwohl die künftigen Anwender die Klassifizierung selbst mitentwickelt haben. Die Entwicklung der Klassifizierung, das Nachklassifizieren des Materialbestands (oft mehr als 100.000 Materialstammsätze) waren mit hohem Aufwand (Mannmonate) verbunden. Nicht selten werden weiße Fahnen gehisst, weil die Datenqualität des Stammsatz-Bestandes dafür unzureichend ist.

Drittens: IT-Tools zur Wiederholteilsuche wie z.B. geometrische Suche (sog. „Geolus“-Ansatz) oder geometrische Suche mit Metadaten sind verbunden mit beträchtlichen Investitionen und Aufwänden. Von den Aspekten „Form“ und „Funktion“ kommt häufig Letzterer zu kurz. Bei der Suche nach Baugruppen oder Funktionsmoduln ist aber dieser Aspekt sehr wichtig.

Viertens: Jeder ist gewohnt, über Internet-Suchmaschinen das Universum zu befragen, um sein Wissen zu vergrößern. Viele Anwendungen und Webseiten haben diese Anwendungstechnik (im Prinzip die Suche über Zeichenketten) übernommen. Die Einfachheit der Handhabung besticht. Die Suchergebnisse sind respektabel und für die Praxis akzeptabel. Und Akzeptanz ist zu 100% gegeben.

Warum nicht?

Was passiert, wenn von heute auf morgen statt des alten Nummernmonstrums eine einfache Zählnummer (der identifizierende Teil des Parallelschlüssels) vergeben wird? Und das auch noch vollautomatisch?

  • Wir behaupten: NICHTS. Eventuelles Murren an der Basis ist erträglich, wenn allen das Konzept vorher bekanntgemacht wurde. Die Suche nach Ähnlichteilen oder Funktionsmoduln geht über die Benennung (immer vorhanden) wie bei der Suchmaschine. Die Erde dreht sich weiter.
  • Die Ersatzteilversorgung geht auch weiter. Der Grund: existierende Materialien behalten ihre Sachnummer.
  • Wir behaupten weiter: nach kurzer Zeit ist die gefühlte Dringlichkeit für Klassifizierung und Nachklassifizierung dramatisch gesunken.
  • Wer will, kann nun - im Windschatten der eingeführten Zählnummer - eine Klassifizierung entwickeln und einführen. Ohne Druck und Zwang.

Was ist anders? Mit der Strategie "Why not?" statt "Yes but" drehen wir die Reihenfolge um. Üblicherweise wird zuerst die Klassifizierung eingeführt und im zweiten Schritt die Identifizierung (also die Zählnummer). Die jahrzehntelange Erfahrung aus vielen Sachnummerungs- Projekten lehrte uns, dass die umgekehrte Reihenfolge einen viel  schnelleren Erfolg verspricht.  

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