Umsetzung

 

Standardisierung - Modularisierung: Projekte zur Standardisierung und Modularisierung erscheinen einfach, sind jedoch in Wahrheit ziemlich komplex. Grund: alle wesentlichen Bereiche des Unternehmens müssen andere Arbeitsweisen erlernen, praktizieren und verankern. Das dauert typischerweise 1-2 Jahre. Hier werden etwa Vertrieb, Konstruktion, Controlling, Produktion einbezogen. 

 

Die Sicherstellung von Personalressourcen innerhalb des Projektteams ist wesentlich in diesem Stadium. Auswirkungen aus auftragsbedingter Verminderung der Teamkapazität auf den Projektverlauf (z.B. bei unerwarteter Auftragsflut bzw. Urlaubszeit) werden eingeschätzt. Die Projektumsetzung durchläuft 5 Stufen im Anschluss an Orientierung und Planung:

 

  1. Baukasten entwickeln,
  2. Regelwerk entwickeln, anwenden
  3. Hauptprozess entwickeln, anwenden,
  4. Hilfsprozess entwickeln und anwenden,
  5. Erfolg messen, steuern.

 

Das Pilotprojekt hat die optimalen Produktstrukturen zutage gefördert. Bereits in einer frühen Phase (Phase 2 von 5; Baukasten und Regelwerk für den Piloten liegen vor) ist die Abwicklung von Aufträgen möglich - ebenso wie die Messung der Effekte (Phase 5: Marge, Geschwindigkeit). Das gibt allen Beteiligten Sicherheit und die Gewißheit, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Der Berater unterstützt die Projektleitung und die Geschäftsführung mit Beobachtungen und Vorschlägen zum Projekt. Ziel ist es, aus dem Projekt einen „Selbstläufer“ zu machen. Dann kennt jeder seinen Platz im Projekt, im Unternehmen und seine Verantwortung. Und die Projektarbeit ist nicht begrenzt auf die Vor-Ort-Termine des Beraters. Denn vor Allem zwischen den Terminen wird viel geleistet. Wir nennen dieses Modell „projektbegleitende Beratung“.

 

Projektbegleitend erfolgt auch die Festlegung von Verantwortlichkeiten, z.B. für die Standardisierung, die Pflege der Moduln - etwa in Form von Stellenbeschreibungen.

 

Beratungsumfang für die Phasen 1-4: Typischerweise 40 Tage, 1-2 Termine pro Monat. Das bisher größte IBF-Projekt STAMOD umfasste 150 Beratungstage (Firmengruppe; 6 Standorte). Für die Stufe 5 (Erfolg messen, steuern) sind zusätzlich 3 Beratungstage anzusetzen.

 

 

Sachnummer : Das Projektteam aus Konstruktion, Entwicklung, ggf. Einkauf, Vertrieb führt die Umsetzung nach den Vorgaben der Planung durch. Auch wird ein Normenbeauftragter benannt, der verantwortlich ist für Pflege und Weiterentwicklung der Ordnungssysteme. In der Regel ist das kein Vollzeitjob.

 

Die neuen Sachnummern werden nun angewendet auf das Portfolio. Das heisst, alle Materialien sind z.B. mit einem Klassensystem zu strukturieren. Dies geschieht "offline", also nicht am lebenden Datenbestand. Nach ca. einem Monat kann das Klassensystem stehen und in das Trägersystem implementiert werden.

 

Erfahrungsgemäß ist die sog. "Nachklassifizierung" (Punkt 6 aus der Planung) des ERP-Bestands der aufwändigste Projektteil. Sie kann je nach Größe des Bestands mehrere Monate beanspruchen. Bei Parallelschlüsseln erfolgt die Vergabe der Zählnummer vollautomatisch. Schon damit können einige Prozesse vereinfacht werden.

 

Beim typischen Maschinenbauer werden ca. 50.000 bis 70.000 Materialstamm-Sätze geführt. Unser bisheriger "Rekord" liegt bei 2,1 Mio. Mat.-Stämmen. Wir haben Methoden gefunden, die den Umfang strukturieren und Erfolge verifizieren lassen, aber es werden im Schnitt ca. 3 Mannmonate auf Kundenseite. Auch gibt es Softwaretools, die besagte Arbeit erleichtern. 

 

Hervorzuheben ist, dass kein einziges Material umbenummert wird.

 

Beratungsumfang: ca. 20 Tage (Normalfall); Projektbegleitung

 

CAD - PDM: Das Projektteam besteht aus IT, Konstruktion, ggf. Projektierung. Das Zielsystem für die neuen Systempaare CAD/PDM wird aufgestellt. Der Begriff "Zielsystem" weist hin auf die eingesetzte Methode: Nutzwertanalyse (NWA). Im Team wird die Gewichtung der einzelnen Aspekte (welche Eigenschaften sind für uns wichtig, welche weniger?) vorgenommen.

 

Fallstudien zum Test der Leistungsfähigkeit der Systeme werden definiert. Bis jetzt ist die Vorgehensweise noch system- und anbieterneutral. Nun werden die infrage kommenden Systeme und die Anbieter identifiziert (Empfehlung: möglichst wenige, also 2-3). Sie erhalten die Unterlagen zur Fallstudie (erfahrungsgemäß ca. 10 Einzelaufgaben).

 

Im Rahmen von eintägigen Workshops zeigen die Anbieter die Leistungsfähigkeit ihrer Systeme  - anhand der Fallstudie. Danach erfolgt über die NWA die Bewertung der Anbieter/Systeme. Der technische Favorit für das Systempaar ergibt sich daraus. "Technisch" meint, daß Preise und Konditionen noch einbezogen werden müssen. Die Verschmelzung Preis/Leistung ergibt die Entscheidungsvorlage.

 

Die verschiedenen Anbieter haben Angebote vorgelegt, bei deren Inhaltsanalysen wir den Kunden unterstützen. So werden die Angebote vergleichbar, weil gleich strukturiert. Nach der Entscheidung für den Anbieter mit seinem System finden Verhandlungen statt. Erfahrungswert: 3-4 Termine bis zum Abschluß.

 

Die Detailplanung der Systemablösung mit dem Anbieter ist ein weiterer Schritt, bei dem Beratung nützlich ist. Bei dem Abgleich von Schulungen, Installationen, Übernahme von CAD- und PLM-Altdaten (Konvertierungsproblematik!) sind Fehltritte möglich und an der Tagesordnung.

 

Der Einstieg in die CAD-PLM-Umstellung muß gesteuert erfolgen, weil viele Bereiche eng miteinander verzahnt sind: Projektierung, Entwicklung und Auftragskonstruktion zum Beispiel.

 

Schließlich muß ein Berichtswesen implementiert werden. Es bildet den Ausbreitungsfortschritt Neusystem/Altsystem ab, gibt Aufschluß über die Produktivitätsentwicklung CAD und sendet Signale bei Handlungsbedarf. Das ausgewählte Systemhaus ist nach Ende der Einkaufsverhandlungen operativ federführend.

 

Beratungsumfang: ca. 40-60Tage; Dauer: ca. 2 Jahre (Beispiel: Maschinenbauer mit ca. 1.200 Mitarbeitern)

 

 

  

 

 

Kontakt

IBF Stuttgart
Dr.-Ing. Dieter Franz

Bernsteinstr. 120
70619 Stuttgart

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T: +49(0)711-2488-698
F: +49(0)711-2488-765

 

Erreichbarkeit

  • Jederzeit: E-Mail an d.franz@ibfstuttgart.de mit Ihrer Angabe zum Medium (Telefon oder E-Mail) sowie gewünschtes Zeitfenster zur Rückantwort.
  • Montag bis Freitag: 09:00-18:00 Uhr: Tel. +49(0)711-2488-698