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Industrie 4.0 und Digitalisierung: nicht alles ist neu

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 Die Digitalisierung und IoT und IIoT erfordern disruptive Geschäftsmodelle, so liest und hört man allenthalben. Alles ist neu, unbekannte Technologien müssen dazu beherrscht werden. Der Nachholbedarf ist grenzenlos.

 Eine der neuartigen Technologien ist die "additive Fertigung". Vor ca. 20 Jahren gab es schon etwas sehr Ähnliches: die Technologie hieß „Stereolithographie“ (STL). Die Werkstücke bestanden anfangs aus Kunststoff. Er härtete aus unter fokussiertem UV-Licht und baute so das Werkstück auf.    

 Auch wird heute die Möglichkeit gefeiert, den Betrieb und die Wartungsintervalle von Maschinen über große Entfernungen zu überwachen und zu steuern. Vor 20 Jahren wurde diese Fähigkeit „Fernwartung“ genannt.

 Als ultimativ neu wird folgender Ansatz dargestellt: ein Fertigungssystem wird nicht mehr an den Kunden verkauft. Stattdessen schließt der Hersteller mit dem Kunden einen Vertrag, die Werkstücke zu vereinbarten Preisen beim Kunden zu produzieren und zu liefern. Die Maschine bleibt Eigentum des Herstellers. Ebenso bleiben Betrieb, Service und Wartung in seiner Verantwortung. Irgenwie kommt uns auch das bekannt vor. Es wurde  anfangs der 90er Jahre „Betreibermodell“ genannt.

Die genannten drei Technologien und ihre Anwendungen sind also nicht wirklich brandneu. Allerdings: erst seit kurzem besteht über schnelle Vernetzung eine erschwingliche Möglichkeit, sie zusammenzuführen. Hinzu kommen die Möglichkeiten von „Big Data“.

Was erscheint wirklich neu im Sinne von „neuartig“? Aus unserer Sicht ist das die Automatisierung der Fertigungssteuerung. Das situativ bedingte Gestalten von Abläufen der Fertigung und der Logistik erscheint völlig neuartig, also „disruptiv“. In der automatischen Fertigungssteuerung liegt eine große IoT-Herausforderung. Bei der Lösung wird die künstliche Intelligenz eine tragende Rolle spielen. Hier seien nur einige Aufgabengebiete genannt: 

  • In Echtzeit Situationsveränderungen analysieren,
  • Quasi „synthetische“ Schlüsse – ohne Vorbilder - daraus ziehen,
  • Materialien disponieren, Sender, Empfänger und Wege ermitteln,
  • Adäquate Strategien als Antwort auf die Veränderungen entwerfen,
  • Hilfsmittel zur Ausführung suchen, finden und benennen,
  • Maßnahmen unter Einbeziehung der Hilfsmittel ergreifen.

Das alles setzt Inferenz-Komponenten voraus, die dem Menschen das Wasser reichen könnten (Hoffentlich nicht umgekehrt!). Bis dahin wird – denke ich - noch einige Zeit vergehen. Wir werden auf diesem Weg noch viele Lösungsansätze präsentiert bekommen, die mehr oder weniger tragfähig sind und im Wesentlichen die schon bekannten Technologien und Modelle integrieren.    

FRZ. 10.03.18

 

Lohnt sich bei uns Standardisierung und Modularisierung?

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Woran erkennen Sie, ob in Ihrem Unternehmen Standardisierung und Modularisierung Erfolg versprechen? Hierzu ein paar Hinweise aus der Projektpraxis.

Angebotssumme

Grundsätzlich und fast immer gilt: auf Anfragen von Interessenten werden Angebote erstellt. Erteilt der Kunde den Zuschlag, so ist die Angebotssumme ein wesentlicher Vertragsbestandteil. Sie kann nicht nachverhandelt werden.

 Aufwand bei Abwicklung

Im Verlauf der Abwicklung werden auf den Auftrag Aufwände gebucht, z.B. an Material und Arbeitszeit („Nachkalkulation“). Zieht man deren Summe ab von der Angebotssumme, bleibt der Gewinn („Marge“) übrig. Ein Blick auf die Margen-Situation der letzten Monate beantwortet also viele Fragen.

 Verfügbarkeit der Daten

Auf die genannten Daten kann leicht zugegriffen werden. ERP-Anwendungen und die Auftragsdokumente enthalten sie meistens in maschinenlesbarer Form. Eine derartige Analyse kann zu jedem Zeitpunkt und ohne Voraussetzungen aufgesetzt werden.

 Analysen-Ergebnis oK

Ist bei allen Aufträgen eines Maschinentyps einer Periode - z.B. eines Jahres - der Margen-Prozentsatz (Bezug: Angebotssumme) durchwegs gleich und nie negativ, besteht kein dringender Handlungsbedarf.

 Analysen-Ergebnis unbefriedigend

Anders ist es, falls die Marge von Auftrag zu Auftrag stark schwankt oder gar hin und wieder negativ wird. Material- und Leistungsaufwand sind im Verlauf der Abwicklung ausser Kontrolle geraten. Besonderes Augenmerk sollte hier dem Konstruktionsaufwand gelten.

 Ursachen

Die Ursache dieser gefährlichen Tendenz liegt in der Arbeitsweise: zunächst wird nach einem ähnlichen Auftrag gesucht. Die gesamte Maschine - mit allen Funktionen - wird dann solange angepasst, bis die aktuellen Kundenanforderungen erfüllt werden.

 Dabei fallen viele Konstruktionsstunden an. Neue Teile entstehen. Sie verändern die Material- und Herstellkosten. Salopp gesprochen: der wirtschaftliche Erfolg eines jeden Auftrags trägt fast Züge von „Russisch Roulette“.

Workshop "Modularisierung" am 25.01.2018

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Auf Einladung des Softwarehauses ORISA stellt IBF Stuttgart seine praxiserprobten Beratungsansätze vor. Der Lösungsanbieter und der unabhängige Berater ergänzen sich, weil in vielen Unternehmen mit Interesse für Produktkonfiguration noch nicht die Voraussetzungen für den Einsatz von IT-Lösungen vorliegen. Die zu schaffen, ist das Beratungsthema. Folgende Fragen werden behandelt:

  • Woran erkennt man, ob Modularisierung erforderlich ist?
  • Wie können Moduln gefunden werden?
  • Wie entsteht das Regelwerk zur Auswahl von Moduln?
  • Welche Prozesse (Auftragsabwicklung, Pflege von Moduln) müssen verankert werden?
  • Wie wird der Erfolg gemessen?
  • Wann ist die Umsetzung der Arbeitsergebnisse in eine IT-Lösung wie ORISA Crealis sinnvoll und welche Effekte ergeben sich?

Der Workshop ist kostenfrei und beginnt um 12:00 Uhr im Amber Hotel, Leonberg. Ende: ca. 17:00 Uhr.

 

 

ADAMOS 2 - Siemens und Software AG kooperieren

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Kaum ist ADAMOS aus der Taufe gehoben (s. Meldung 7. September) , haben Siemens und Software AG (SAG) Synergien entdeckt: Siemens hat mit "Mindsphere" ein IoT-Betriebssystem im Markt, dessen Entwicklungsstand und Offenheit spitze sind. Da passt es, das SAG gleiche Ziele im Rahmen von ADAMOS verfolgt ("Digital Business Platform"). Zudem setzen viele Maschinenbauer Siemens-Software für CAD, PDM und die Steuerung von Fertigungssystemen (CAM) ein - beste Voraussetzungen für Industrie 4.0. Der IoT-Zug nimmt schneller Fahrt auf, als befürchtet. Interessant wird die Positionierung von SAP sein.

Kontakt

IBF Stuttgart
Dr.-Ing. Dieter Franz

Bernsteinstr. 120
70619 Stuttgart

info@ibfstuttgart.de

T: +49(0)711-2488-698
F: +49(0)711-2488-765

 

Erreichbarkeit

  • Jederzeit: E-Mail an d.franz@ibfstuttgart.de mit Ihrer Angabe zum Medium (Telefon oder E-Mail) sowie gewünschtes Zeitfenster zur Rückantwort.
  • Montag bis Freitag: 09:00-18:00 Uhr