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Geht doch! Mittelständler und Modularisierung

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Im Sommer 2018 konnten IBF und ein Mittelstands-Kunde ein weiteres Projekt "Standardisierung-Modularisierung" (STAMOD) als durchgängigen Erfolg feiern. Das Unternehmen ist ein typischer Mittelständler im Maschinenbau mit ca. 160 Mitarbeitern.

Genau diese Unternehmensgröße ist oft kritisch. Zugleich mit dem Wachstum muss der Übergang von handwerklichen zu industriellen Strukturen bewältigt werden. Das Stammhaus des Kunden liegt in NRW, eine Tochterfirma mit Konstruktion und Produktion wurde in Polen aufgebaut. Eine IT-Landschaft - CRM, CAD, PDM, ERP und Randanwendungen - mit beträchtlicher Komplexität wurde angetroffen. Das Projekt erfasste das gesamte Unternehmen. Einige Highlights: 

  • Verankern einer neuen Begriffs- und Prozesswelt im Personal beider Standorte,
  • Aufbau von Modul- und Variantenbaukästen mit Regelwerken,
  • Entwicklung von Konfiguratoren mit Tests, die Definition neuer Prozesse für das Arbeiten mit Moduln sowie deren Pflege,
  • Aufbau neuer Organisationseinheiten mit Verantwortungsprofilen, 
  • Aufbau von Angebots-Textbausteinen zu jedem Modul,
  • Einführung von Erfolgsmessungen für ein periodisches, automatisiertes Berichtswesen. 

So ziemlich alles hat sich verändert, besonders das Denken und das darauf basierende Handeln. Die Marge pro Auftrag, der Konstruktionsaufwand pro Auftrag haben sich dramatisch verbessert - im zweistelligen, mittleren Prozentbereich. Die Änderungsfrequenz der Produkte wurde stark gesenkt, ohne dass die Innovation leidet. Die Messungen sind heute fester Bestandteil des Berichtswesens.

In der Produktion konnte inzwischen die Kleinserienfertigung von auftragsneutralen Moduln aufgenommen werden. Dabei bleibt die Erfüllung von Sonderwünschen des Kunden problemlos möglich.Das STAMOD-Projekt hat sich als "Selbstläufer" institutionalisiert. Alle Unternehmensbereiche sind einbezogen in Anwendung und Pflege der Standards und der Moduln. 

Das gesamte Projekt lief über 2 1/2 Jahre. Es hat ca. 200 Manntage an kundenseitiger Personalkapazität erfordert - also 7 Manntage pro Monat. IBF rechnete ca. 50 Beratungstage ab, also max. 2 Tage pro Monat. Allen hat es Spass gemacht - trotz gelegentlicher Knirschgeräusche. Das Projekt wurde allein mit eigenem Personal bewältigt.

Vielleicht besonders überraschend: alles wurde "mit Bordmitteln" erreicht, also ohne Investitionen in zusätzliche Soft- oder Hardware! Falls Sie Näheres  zu dem Projekt wissen wollen: rufen Sie an +49 (0)711-2488-698 oder kontaktieren Sie IBF per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  - genauso kam übrigens der Kontakt dieses Kunden mit IBF zustande. 

Standardisierung-Modularisierung: Seminar in Dortmund

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IBF Stuttgart stellt auf Einladung des Softwarehauses ORISA seine praxiserprobten Beratungsansätze vor (21.06.18 in Dortmund, Radisson Hotel). Der unabhängige Berater und der Lösungsanbieter ergänzen sich: in vielen Unternehmen fehlen die organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz von Produktkonfiguratoren. Ohne diese Voraussetzungen mißlingt fast jedes Projekt. IBF erörtert mit den Teilnehmern folgende Fragen:

  • Woran erkennt man, ob Modularisierung erforderlich ist?
  • Wie können Moduln definiert werden?
  • Wie entsteht das Regelwerk zur Auswahl von Moduln?
  • Welche Prozesse (Auftragsabwicklung, Pflege von Moduln) müssen verankert werden?
  • Wie wird der Erfolg gemessen?

Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Baustoffindustrie haben Teilnehmer angemeldet.  

 

Modularisierung & 3D-Druck

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Moduln anpassen

Wer seine Produkte modularisiert hat, der hat auch einen Prozess definiert, über den auch Sonderwünsche des Kunden erfüllt werden können.

Dabei wird ein Modul - z.B. aus 50 Teilen - so umkonstruiert, dass danach z.B. 5 Teile  neu sind. Die Aufgabe bestünde also darin, jene 5 Teile möglichst schnell zu fertigen. Jedes dieser Teile ist ein Unikat. Es kann daher über 3D-Druck erzeugt werden, ohne die hauseigene Fertigung zu stören.

Additiv in Metall fertigen, spanend nachbearbeiten

Nach aktuellem Stand der Technik ist 3D-Druck auch mit metallischen Werkstoffen - bis hin zu Titan - möglich. Auch die spanende Nachbearbeitung von Teilen aus additiver Fertigung ist praktikabel: hochgenaue Bohrungen kommen ja in vielen Werkstücken vor.

Ausprobieren können Sie die Verfahrenskette, indem Sie für den 3D-Druck Dienstleister einbeziehen. Viel Erfolg!

 

FRZ. 10.03.18

 

 

Industrie 4.0 und Digitalisierung: nicht alles ist neu

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Die Digitalisierung und IoT und IIoT erfordern disruptive Geschäftsmodelle, so liest und hört man allenthalben. Alles ist neu, unbekannte Technologien müssen dazu beherrscht werden. Der Nachholbedarf ist grenzenlos.

 Eine der neuartigen Technologien ist die "additive Fertigung". Vor ca. 20 Jahren gab es schon etwas sehr Ähnliches: die Technologie hieß „Stereolithographie“ (STL). Die Werkstücke bestanden anfangs aus Kunststoff. Er härtete aus unter fokussiertem UV-Licht und baute so das Werkstück auf.    

 Auch wird heute die Möglichkeit gefeiert, den Betrieb und die Wartungsintervalle von Maschinen über große Entfernungen zu überwachen und zu steuern. Vor 20 Jahren wurde diese Fähigkeit „Fernwartung“ genannt.

 Als ultimativ neu wird folgender Ansatz dargestellt: ein Fertigungssystem wird nicht mehr an den Kunden verkauft. Stattdessen schließt der Hersteller mit dem Kunden einen Vertrag, die Werkstücke zu vereinbarten Preisen beim Kunden zu produzieren und zu liefern. Die Maschine bleibt Eigentum des Herstellers. Ebenso bleiben Betrieb, Service und Wartung in seiner Verantwortung. Irgenwie kommt uns auch das bekannt vor. Es wurde  anfangs der 90er Jahre „Betreibermodell“ genannt.

Die genannten drei Technologien und ihre Anwendungen sind also nicht wirklich brandneu. Allerdings: erst seit kurzem besteht über schnelle Vernetzung eine erschwingliche Möglichkeit, sie zusammenzuführen. Hinzu kommen die Möglichkeiten von „Big Data“.

 

Was erscheint wirklich neu im Sinne von „neuartig“? Aus unserer Sicht ist das die Automatisierung der Fertigungssteuerung. Das situativ bedingte Gestalten von Abläufen der Fertigung und der Logistik erscheint völlig neuartig, also „disruptiv“. In der automatischen Fertigungssteuerung liegt eine große IoT-Herausforderung. Bei der Lösung wird die künstliche Intelligenz eine tragende Rolle spielen. Hier seien nur einige Aufgabengebiete genannt:

 

  • In Echtzeit Situationsveränderungen analysieren,
  • Quasi „synthetische“ Schlüsse – ohne Vorbilder - daraus ziehen,
  • Materialien disponieren, Sender, Empfänger und Wege ermitteln,
  • Adäquate Strategien als Antwort auf die Veränderungen entwerfen,
  • Hilfsmittel zur Ausführung suchen, finden und benennen,
  • Maßnahmen unter Einbeziehung der Hilfsmittel ergreifen.

 

Das alles setzt Inferenz-Komponenten voraus, die dem Menschen das Wasser reichen könnten (Hoffentlich nicht umgekehrt!). Bis dahin wird – denke ich - noch einige Zeit vergehen. Wir werden auf diesem Weg noch viele Lösungsansätze präsentiert bekommen, die mehr oder weniger tragfähig sind und im Wesentlichen die schon bekannten Technologien und Modelle integrieren.    

FRZ. 10.03.18

 

Kontakt

IBF Stuttgart
Dr.-Ing. Dieter Franz

Bernsteinstr. 120
70619 Stuttgart

info@ibfstuttgart.de

T: +49(0)711-2488-698
F: +49(0)711-2488-765

 

Erreichbarkeit

  • Jederzeit: E-Mail an d.franz@ibfstuttgart.de mit Ihrer Angabe zum Medium (Telefon oder E-Mail) sowie gewünschtes Zeitfenster zur Rückantwort.
  • Montag bis Freitag: 09:00-18:00 Uhr